Prepaid Kreditkarte
Der verhängnisvolle Kredit auf der Karte
Es waren zunächst die Vereinigten Staaten, die den bargeldlosen Zahlungsverkehr einführten – vor mehr als einem halben Jahrhundert bereits. Es war nicht mehr notwendig, Bargeldmengen mit sich zu tragen – erwies man sich doch stets als Karteninhaber als vertrauenswürdig. Heutzutage ist es nicht mehr das Vertrauen, was derartige Zahlungen problemlos für Kunden und Händler gestaltet, sondern das Internet: Blitzschnell kann “Deckung” ermittelt werden und der Kauf wird akzeptiert oder eben auch abgelehnt. Kreditrahmen waren lange Zeit ein Garant dafür, dass nie ein Kauf abgelehnt wurde. Folge: Karteninhaber verloren einerseits den Überblick über ihre Ausgaben und ergaben sich der Illusion, auch ohne entsprechendes Einkommen “sich alles leisten zu können”. Den Kampf fochten sie dann später mit der Kreditkartenfirma aus, die für die Vorauslagen hohe Zinsen berechnete, negative finanzielle Informationen bundesweit in der “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung” (Schufa) hinterlegte und Inkasso-Unternehmen bemühte.
Die Karte ohne Kredit, aber weltweiter Akzeptanz
Wie also kann man von den Vorteilen einer Kreditkarte profitieren, ohne eine unübersichtliche Schuldenspirale fürchten zu müssen? Die Lösung liegt im Bankenprodukt der Prepaid Kreditkarte. Das ist die Karte ohne Überziehungsrahmen, die Schufa-Einträge jeder Art oder sogar auch eidesstattliche Versicherungen ignoriert. Ähnlich wie bei einem sogenannten Prepaid-Handy nur abtelefoniert werden kann, was vorher bereits abgerechnet wurde, kann bei einer Prepaid Kreditkarte nur über Guthaben verfügt werden. Eine Prepaid Kreditkarte bietet doppelte Sicherheit: Der Händler weiß, dass der Inhaber einer Prepaid Kreditkarte mit Geld bezahlt, welches definitiv “da” ist. Das heißt: Er muss nicht befürchten, dass im Nachhinein noch Zahlungen zurückgebucht werden oder er noch später Nachricht von der Kreditkartenfirma erhält, dass diese oder jene Zahlung überhaupt nicht verfügt hätte werden dürfen. Der Kunde weiß, dass er das Geld, was er bei dem Kauf mit einer Prepaid Kreditkarte ausgibt, später nicht mehr jemandem (der Kreditkartenfirma nämlich) schuldet (s. o.).
Mehr, als man hat, gibt man nicht aus
Gerade, wenn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Anbieter mit besonders günstigen Angeboten locken, ist eine Prepaid Kreditkarte, die genau anzeigt “wann es nicht mehr geht”, ein äußerst sinnvolles Zahlungsmittel für ein jedes Individuum – Deutschen steht es frei, sich diese Art von Kreditkarten auch von ausländischen Unternehmen ausstellen zu lassen.
Was die Zahlungsmöglichkeit an Millionen von Akzeptanzstellen ((Online-)Händlern und Geldautomaten) weltweit betrifft, steht die Prepaid Kreditkarte anderen bargeldlosen Zahlungsmitteln an nichts nach und kann somit auch Kindern (meistens ab 12 Jahren) und Jugendlichen nicht nur als flexibles Zahlungsmittel, sondern auch als eine Art “Statussymbol” ungefährlich zur Verfügung stehen. Mit dem Guthaben auf ihrer Prepaid Kreditkarte können unter 18-Jährige ohne Beobachtung oder Reglementierung Erziehungsberechtigter Internet-Bestellungen tätigen oder auch an Internetauktionen teilnehmen.
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